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Ohne uns kein öffentlicher Verkehr!

SEV aktiv gegen Fremdenhatz

Bis zur Hälfte des Personals in gewissen Bereichen des öffentlichen Verkehrs stammt aus dem Ausland. Die Aussage der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV ist deshalb klar: «Ohne uns – kein öffentlicher Verkehr!»

Kartenverteilaktion auf der «Welle» in Bern

An zahlreichen Bahnhöfen der Schweiz haben Mitglieder des SEV heute Morgen Karten an die Reisenden verteilt, um sie auf die Bedeutung der Migrantinnen und Migranten fürs Funktionieren von Bahn und Bus hinzuweisen. «Ohne ausländische Arbeitskräfte käme der öffentliche Verkehr in der Schweiz zum Erliegen», betont der norwegisch-stämmige SEV-Sekretär Arne Hegland. Er ist Leiter der SEV-Kampagne gegen Rassismus und Fremdenhatz. Der italienisch-stämmige Präsident Giorgio Tuti ergänzt: «Wehren wir uns gemeinsam gegen fremdenfeindliche Hertzkampagnen, denn die Migrantinnen und Migranten leisten ihren Beitrag zur Schweiz, dass sie ist, was sie ist.»

Insgesamt liegt der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer bei den Bahnen bei 12 Prozent; im Nahverkehr ist er schon deutlich höher; in einzelnen Firmen beträgt er fast 50 Prozent: Bei den Genfer Verkehrsbetrieben sind 46 Prozent des Personals ausländisch. Dasselbe gilt für einzelne Berufsgruppen der SBB: Beim Arbeiterpersonal, zu dem die Reinigung gehört, macht der Anteil rund einen Drittel aus, im Gleisbau knapp einen Viertel.

Anlass für die Verteilaktion ist der internationale Tag der Migrantinnen und Migranten, der am kommenden Wochenende weltweit begangen wird. Der SEV führt seine Kampagne darüber hinaus: Er hat auf einer separaten Internetseite eine ausführliche Dokumentation über die Migrantinnen und Migranten in der Schweiz allgemein und im öffentlichen Verkehr im Speziellen zusammengestellt. Ein Wettbewerb ergänzt die Dokumentation, bei dem bis Mai jeden Monat zahlreiche Preise zu gewinnen sind.

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