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SEV-GATA fordert von Lufthansa ein Bekenntnis zum Standort Basel

Geplanter Stellenabbau am Euroairport geht zu weit

Die Lufthansa Technik Switzerland (LTSW) am Euroairport in Basel hat heute die Belegschaft über ihre Pläne informiert, zwischen Mai und Dezember bis zu 265,5 von zurzeit 339,5 Vollzeitstellen abzubauen. Die Gewerkschaft SEV-GATA beurteilt einen Abbau in diesem Ausmass als übertrieben und erwartet vom Konzern Lufthansa, dass er seine soziale Verantwortung wahrnimmt.

Bereits in den vergangenen Jahren hat der Lufthansa Technik-Konzern mit weltweit mehr als 26'000 Mitarbeitenden an ihrer Niederlassung in Basel sehr viele Stellen gestrichen. Von den ursprünglich rund 500 Stellen, die in Basel 2008 nach der Auslagerung des entsprechenden Swiss-Bereichs vorhanden waren, sind bisher schon gut ein Drittel verschwunden. Nun sollen vom Rest bis zu vier Fünftel auch noch verschwinden. Wie weit dafür wirklich der starke Franken und der Markt ver- antwortlich gemacht werden können, wird SEV-GATA genau unter die Lupe nehmen.

Lufthansa trägt soziale Verantwortung

SEV-GATA-Präsident Philipp Hadorn ist enttäuscht, dass sich der Konzern nicht an die früher gemachten Versprechen hält. «SEV-GATA appelliert an die LTSW und an den Weltkonzern Lufthansa, alles zu unternehmen, um möglichst viele der bedrohten Stellen in Basel beizubehalten und für die Betroffenen sozialverträgliche Lösungen zu finden. Wir verlangen von Lufthansa ein klares Bekenntnis zum Standort Basel.»

$SEV-GATA hat nun bis zum 30. April Zeit, im gesetzlich vorgeschriebenen Konsultationsverfahren zur geplanten Massenentlassung Stellung zu nehmen. Sie wird Mitte April eine Personalversammlung durchführen, um mit den Betroffenen das weitere Vorgehen zu besprechen.

SEV-GATA (Groundstaff Aviation Technics and Administration) ist die Abteilung Luftverkehr des SEV, der Gewerkschaft des Verkehrspersonals.

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